Training - Fit for Differences

Ziele und Inhalte

Das Training fördert bei Jugendlichen im Alter von 13 bis 21 Jahren unabhängig von ihrer Herkunft Toleranz, Offenheit und Verständnis für Menschen anderer Kultur, Religion und Hautfarbe. Es beugt Fremdenfeindlichkeit, Gewalt und Diskriminierung vor und entwickelt soziale und Lebenskompetenz. Besonders die „Selbstkompenenten“ Selbstvertrauen, Selbstsicherheit, Selbststeuerung und Selbstwirksamkeit haben sich in der Forschung als Fundamente von Offenheit, Toleranz und Akzeptanz von Menschen anderer Herkunft erwiesen.

Die Jugendlichen setzen sich im Training mit folgenden Modulen auseinander: Wo komme ich her?, Miteinander essen, Rituale, Körpersprache, Feten und Feste, Sein Leben planen, Menschen sind verschieden, Musik, Meine Gefühle – Deine Gefühle, Drinnen oder draußen?, Beziehungen, Styling, Vorurteile, Miteinander reden, Gesten, Redensarten und Sprüche, Streiten, aber wie? und Meine Gruppe – Deine Gruppe.

Jedes Modul enthält drei Übungsvorschläge mit ansprechenden Illustrationen und stimulierenden Arbeitsblättern.

Methoden und Organisation

Die bevorzugten Methoden im Training sind das strukturierte Rollenspiel, die Demonstration, Pantomime, Simulation, Verhaltensübung, Verhaltenskontrolle, Regeln und das Feedback. Im weiteren werden auch Warming up, Konzentrationsübungen, Trainingsrituale und Transfer regelmäßig eingesetzt. Die Trainingsgruppe umfasst, je nach Ziel und Problematik, sechs bis zehn Jugendliche, die nach Geschlecht und Herkunft gemischt sein sollten. Bewährt hat sich eine Trainingsdauer von einem halben Jahr mit einer Trainingssitzung von 90 Minuten wöchentlich.

Wirksamkeit

Während der erstmaligen Durchführung des Trainings nahmen 193 Jugendlichen  halbjährig an dem Training und der Evaluation teil. Geprüft wurden die Verhaltensbereiche Sozialverhalten, Fremdenfeindlichkeit und Akzeptanz des Trainings mittels Fremd- und Selbsteinschätzung. Es konnte eine hoch signifikante Zunahme der sozialen Kompetenz, eine Abnahme der Fremdenfeindlichkeit sowie eine hohe Akzeptanz des Trainingsprogramms festgestellt werden.